Anlässlich des Welt-Parkinson-Tages am 11. April macht die Französische Parkinson-Vereinigung auf das mangelnde Bewusstsein für diese immer häufiger auftretende und schwächende Krankheit aufmerksam.
Die Krankheit ist mehr als nur Zittern Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung. Vereinfacht gesagt, wird sie durch das Absterben von Nervenzellen in einem Hirnareal verursacht, das für die Dopaminproduktion zuständig ist. Dopamin ist essenziell für die Bewegungssteuerung.
Für die meisten Franzosen ist Parkinson durch Zittern gekennzeichnet. Dies betrifft jedoch nur ein Drittel der Betroffenen. Verlangsamte Bewegungen, Muskel- und Gelenksteife – die häufigsten Symptome – werden oft übersehen. Ebenso bleiben nicht-motorische Symptome wie Sprachschwierigkeiten, extreme Müdigkeit, Schlafstörungen und starke Schmerzen oft unerkannt. Darüber hinaus werden einige Symptome, wie Gedächtnisverlust und Desorientierung, mit denen der Alzheimer-Krankheit verwechselt.
Aufklärung und Unterstützung für Menschen mit Parkinson Die Krankheit führt häufig zu Diskriminierung und sozialer Isolation. Darüber hinaus wird die Diagnose oft verzögert, was zum Fortschreiten der Krankheit beiträgt. Parkinson ist zwar derzeit nicht heilbar, doch Behandlungen können die Symptome und damit den Alltag der Betroffenen verbessern.
Anlässlich des Welt-Parkinson-Tages organisiert France Parkinson vom April bis zum 18. Mai über 60 Veranstaltungen in ganz Frankreich, um das Bewusstsein für die Krankheit zu schärfen, Informationen bereitzustellen und Menschen mit Parkinson, ihre Familien und Pflegepersonen zu unterstützen. Diese Veranstaltungen bieten Gelegenheit zum Austausch und zur gegenseitigen Unterstützung und helfen den Betroffenen, die Krankheit, die Rolle der Behandlungen und bewährte Methoden zur Verbesserung ihrer Versorgung besser zu verstehen.
Pascale Pommier de Santi
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